
Der „Zöliakie in Deutschland“ Jahresbericht zeigt, dass die Versorgung der Patienten noch häufig unzureichend ist. Erwachsene sind mehr als pädiatrische Patienten immer noch häufig mit verzögerten Diagnosen und unzureichender Aufklärung konfrontiert.
Politisch betrachtet fehlt es Zöliakie-Patienten oft an einer starken Interessenvertretung. Ein entsprechendes Treffen in Bayern im Jahr 2024 verdeutlichte diese Problematik.
Zur Verbesserung der Versorgung von Zöliakie-Patienten sind insbesondere die Zöliakie-Leitlinie sowie kontinuierliche Fortbildungsmaßnahmen für Ärztinnen und Ärzte von Bedeutung. Über spezielle Foren z.B. der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, über Artikel und Interviews in den Medien sowie über Pressemitteilungen zu neuen Forschungsergebnissen und klinischen Studien, Workshops und Veranstaltungen werden aktuelle Informationen zur Zöliakie zunehmend einem breiten Publikum vermittelt. Hier sind die GeCeR-Studienleiter regelmäßig beteiligt und oft federführend.
Zahlreiche Aktivitäten zielen auf eine frühzeitige Prävention ab, etwa durch ein flächendeckendes Zöliakie-Screening – wie es im Antrag ‚Fritz-Kids‘ der Universität München vorgeschlagen wird.
Die Zöliakie-Forschung wird inzwischen auch in Deutschland prominent vorangetrieben. Zunehmend lassen sich Mediziner und Wissenschaftler sowohl für die klinische Betreuung von Zöliakie-Patienten als auch für die Forschung auf diesem Gebiet gewinnen (siehe u.a. Interview mit einem Nachwuchswissenschaftler).
Das Zöliakie-Register spielt eine zentrale Rolle, sowohl für alle diese Aktivitäten als auch für die weitere Ausrichtung der Studien- und Forschungsaktivitäten. Auf das bisher Erreichte dürfen wir mit Recht stolz sein!